East Indian Elephant

Nun mal der Versuch einen Live Beitrag zu posten. Was auf facebook jederzeit passiert, ist für mich ein wenig Neuland. Ich bin seit langer Zeit mal wieder unterwegs. – Also ab von den beiden Läden in Recklinghausen Süd, in denen ich mich grundlegend aufhalte.

In der Trompete in Bochum spielt heute ein lieber Mensch den ich kenne und der offensichtlich in einer sehr beeindruckenden Band mitwirkt. Oft ist es so, dass ich eine Weile brauche, um mich neuer Musik zu öffnen bzw. einen Zugang zu ihr zu finden, doch hier passte es auf Anhieb. Nun könnte man behaupten, das Musik die direkt gut ins Ohr geht auch schnell wieder draussen ist, pop eben, und dass mir die Musik gefällt, weil eben dieser tolle Mensch dort mitwirkt. Ein Gegenargument habe ich nicht und wer weiß, wovon man sich alles so beeinflussen lässt; aber doch, ich denke ich kann es einschätzen, wenn eine Band mit Ihrem Sound heraussticht.

wp-1449958599034.jpgDa es eine Weile dauerte, bis die Band anfing zu spielen, rauchte in noch eine Zigarette draussen und war überrascht von den angenehmen Klängen die mich erwarteten, als ich wieder in den Club kam.

Es gibt Musik, die ich live gut finde und das oft auch, weil Bier im Spiel ist eine Clubanlage von sich aus ja schon mal ein besseres Soundgefühl vermittelt, und es gibt Bands, die ich mir auch zu Hause anmache, weil sie eine Stimmung transportieren, die nicht nur in einen Abend passen, sondern eben auch in den Alltag beim Sinnieren, Essen, Spülen oder Kacken.

Wenn jetzt jemand erwartet, dass ich diese Band Coolibri- oder HEINZ-mäßig zusammenfasse, dem muss ich dies leider verwehren. Musik zu beschreiben ist mir auch von etablierten Journalisten immer zu subjektiv und ich habe schon den ein oder anderen Verriß einer Bandgelesen, die mir persönlich sehr gefiel.

Wer also mal die Gelegenheit hat, East Indian Elephant live zu sehen, sollte sich das wirklich mal geben, enttäuscht nach Hause gehen, oder eine neue Band gefunden zu haben, die das eigene Leben bereichert.

Neben der Trompete ist übrigens ein Laden, der nicht nur dumme sondern auch rassistische Türsteher vorschickt. Wenn jemand dort fragt, ob irgendwo ein Mülleimer ist, oder man eine Hautfarbe hat, die den einlassenden Persoen nicht gefällt, wird abgewiesen. Das Apartment 45 soll wohl nicht der Platz sein, an dem Menschen grundlegend willkommen sind. Ich muss das an dieser Stelle erwähnen, da es mich ziemlich aufgeregt hat.

Ob ich die Trompete mag, mmh, weiss nicht. Dennoch, ein feiner Kellerclub, an dem nix auszusetzen ist. Jetzt aber auf einen Dimple in den Intershop.